
CATCH-PE II
Eine randomisierte Studie zur frühen Katheterbehandlung einer Hochrisiko-Lungenembolie
Eine Lungenembolie entsteht durch einen Verschluss der Lungenarterien und kann zu schwerer Kreislaufstörung oder Herzstillstand führen. Besonders bedroht sind Patientinnen und Patienten mit Hochrisiko-Lungenembolie, bei denen das rechte Herz akut überlastet ist. Trotz leitliniengerechter Therapie bleibt die Sterblichkeit hoch, und eine systemische Fibrinolyse ist häufig kontraindiziert oder mit erheblichen Blutungsrisiken verbunden.
CATCH-PE II untersucht, ob eine zusätzliche frühe katheterbasierte Behandlung, die den Thrombus direkt in der Lunge entfernt oder lokal auflöst, im Vergleich zur alleinigen Standardtherapie bessere Ergebnisse liefert. Erste Registerdaten weisen auf Vorteile hin, doch eine große randomisierte Untersuchung fehlt bislang.
In die Studie CATCH-PE II werden insgesamt 315 Patientinnen und Patienten deutschlandweit an etwa 20 Kliniken eingeschlossen. Davon werden 210 Personen nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Behandlungsstrategien zugeteilt: frühe katheter-interventionelle Behandlung plus Standardtherapie oder alleinige leitliniengerechte Standardtherapie. Weitere 105 Patientinnen und Patienten, bei denen eine systemische Fibrinolyse nicht möglich ist, werden in einem dritten Arm interventionell behandelt und beobachtet.
Der entscheidende Studienendpunkt ist eine Kombination aus Sterblichkeit bis Tag 7 sowie erneutem Herzstillstand oder anhaltendem Schock innerhalb der ersten 24 Stunden.
CATCH-PE II ist die erste große, randomisierte Studie, die diese wichtige Behandlungsfrage bei Hochrisiko-Lungenembolie beantwortet. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, zukünftige Leitlinien weiterzuentwickeln und die Versorgung dieser besonders gefährdeten Patientengruppe zu verbessern.
Studienteam
Studienleiter

Studienleiter

Projektmanager






