
CRP-SHOCK-Studie: Neuer Therapieansatz bei kardiogenem Schock nach Herzinfarkt startet in Leipzig
Der kardiogene Schock zählt zu den schwerwiegendsten Komplikationen nach einem akuten Herzinfarkt und geht mit einer Krankenhaussterblichkeit von 40–50 % einher. Neben dem hämodynamischen Versagen spielt eine ausgeprägte systemische Entzündungsreaktion eine zentrale Rolle für die Organdysfunktion und den ungünstigen Verlauf. Besonders das C-reaktive Protein (CRP) gilt dabei nicht nur als Entzündungsmarker, sondern als aktiver Mediator von Gewebeschädigung und Kreislaufinstabilität.
Die Leipzig Heart Science gGmbH startet gemeinsam mit der Universitätsklinik für Kardiologie am Herzzentrum Leipzig die CRP-SHOCK-Studie. Sie untersucht, ob die gezielte Reduktion von CRP mittels selektiver Apherese die Behandlungsergebnisse bei Patient:innen mit infarktbedingtem kardiogenem Schock verbessern kann. In dieser investigator-initiierte, prospektiv randomisierte, kontrollierte Pilotstudie wird das Blut der Teilnehmer:innen aus dem Körper geleitet und durch ein CRP-Filtersystem geführt, in welchem das CRP gezielt herausgefiltert wird. Anschließend wird das Blut gereinigt zurückgeführt. Der Vorgang ist ähnlich wie bei einer Blutwäsche.
Insgesamt sollen 50 Patient:innen an vier Zentren in Deutschland und Österreich eingeschlossen werden.
Die Rekrutierung läuft von Juli 2026 bis Februar 2028. Die Studie wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: https://www.leipzig-heart.de/crp-shock/

