
LIPSIA-STRATEGY
Vergleich der nicht-invasiven, bildbasierten Bestimmung der fraktionellen Flussreserve vs. Bestimmung der fraktionellen Flussreserve mittels intrakoronarer Druckdrahtmessung bei Patienten mit mittlerer Stenose der Herzkranzgefäße
Die LIPSIA-STRATEGY Studie untersucht ein neues Verfahren zur Beurteilung von Engstellen der Herzkranzgefäße. Bisher wird dafür häufig die sogenannte FFR-Messung durchgeführt, bei der ein dünner Druckdraht in das Gefäß eingeführt und ein Stressmedikament gegeben wird. Dies hilft zu entscheiden, ob eine Engstelle den Blutfluss wirklich einschränkt und mit Einsetzen eines Stents behandelt werden sollte.
Mit der neuen vFFR-Methode kann dieselbe Entscheidung allein aus Röntgenaufnahmen, die im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung ohnehin erstellt werden, getroffen werden. Dies ist ganz ohne Druckdraht und ohne zusätzliche Medikamente möglich. Das Verfahren ist damit potenziell schneller, schonender und angenehmer für die Patientinnen und Patienten.
In der Studie werden Menschen mit mittelgradigen Gefäßverengungen nach dem Zufallsprinzip entweder mit der klassischen FFR-Messung oder der neuen vFFR-Methode untersucht. Anschließend wird nur dann behandelt, wenn der jeweilige Messwert dies nahelegt. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass jede Patientin und jeder Patient die passende Therapie erhält.
Durch die Ergebnisse der LIPSIA-STRATEGY-Studie soll geklärt werden, ob die vFFR eine gleichwertige Alternative zur invasiven FFR-Messung darstellt. Gelingt dies, könnte die Diagnostik im Herzkatheterlabor künftig einfacher, schneller und weniger belastend werden und damit die Versorgung von Menschen mit Herzkranzgefäßerkrankungen weiter verbessern.
Insgesamt sollen 1926 Patient:innen mit Koronarerherzerkrankung und geplanter Herzkatheteruntersuchung eingeschlossen werden.
Rekrutierungsstatus:

Projektlaufzeit: Februar 2020 - August 2030
Rekrutierungsdauer: Juni 2020 - Februar 2025



Studienteam
Studienleiter

Studienleiter

Projektmanager


