
RIP-HIGH
Ischämische Prä-Konditionierung und Post-Konditionierung bei Patienten mit Hochrisiko ST-Hebungsinfarkt
Bei einem akuten Herzinfarkt ist meist ein Herzkranzgefäß durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Die derzeitige bevorzugte Therapie bei akutem Herzinfarkt ist das Gefäß mit einem Ballon aufzudehnen und eine Gefäßstütze aus Metall (Stent) einzusetzen, um so wieder eine normale Durchblutung herzustellen. Dadurch soll möglichst viel von dem vor dem Absterben bedrohten Herzmuskelgewebe gerettet werden.
Eine zusätzliche Möglichkeit, den Herzschaden im Rahmen eines Herzinfarktes zu minimieren, ist die Induzierung einer Ischämie, d.h. vorübergehende Minderdurchblutung eines Organs oder Muskels. Dieses Verfahren nennt sich „ischämische Konditionierung“. Dadurch sollen auf biochemischer Ebene schützende Mechanismen im Körper in Gang gesetzt werden, durch die die Mangeldurchblutung am Herzen im Rahmen des Infarktes besser verkraftet wird.
Im Rahmen der RIP-HIGH-Studie wird einerseits eine vorübergehende Mangeldurchblutung der Armmuskulatur durch Aufblasen einer gewöhnlichen Blutdruckmanschette am Oberarm für 5 Minuten erzeugt. Anschließend wird die Blutdruckmanschette für 5 Minuten abgelassen. Dieser Ablauf wird insgesamt viermal wiederholt. Zusätzlich wird nach Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes das Gefäß nochmals für 1 Minute mit einem Herzkatheterballon ‚geblockt‘ und auch dadurch lokal eine Ischämie induziert. Anschließend wird der Ballon wieder für 1 Minute abgelassen. Dieser Ablauf wird ebenfalls insgesamt viermal wiederholt.
Das Ziel der RIP-HIGH-Studie ist zu zeigen, ob die Anwendung der ischämischen Konditionierung den Herzmuskel zusätzlich schützen kann im Vergleich zur Standardtherapie.
Insgesamt sollen 250 Patient:innen mit akutem Herzinfarkt eingeschlossen werden.
Rekrutierungsstatus:

Projektlaufzeit: Februar 2021 - Mai 2030
Rekrutierungsdauer: Juli 2021 - November 2024



Studienteam
Studienleiter

Studienleiter

Projektmanager


